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Les Epesses

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 Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813


Auszüge aus dem Augenzeugenbericht des späteren Chaussee-Einnehmers Friedrich August Karsdorf (1801-1880).
"Vormittags gegen 10 Uhr... eine große Zahl der hießigen Einwohner flüchtete in die Kirche, weil sie sich da wegen des Starken Mauerwerkes sicher fühlten. Herzzerreißend war das Jammern und Wehklagen in der Kirche, besonders, da die Kirchtüren aufgesperrt wurden die Kugeln durch die Fenster in die Kirche fielen, sodaß ein alter Greis, welcher unter der heftigen Kanonade auf den Stufen des Altars kniete und betete, im Gesicht durch eine Flintenkugel verletzt wurde. Ein schreckliches Schauspiel bot sich nun auch vor der Kirche unseren Blicken dar. Tote und im Todeskampf begriffene Krieger lagen hier umher, das Würgen und Wüten währte besonders auf dem Markte und dem unteren Teil des Ortes immer noch fort."

14. Oktober
Das Aufklärungsgefecht zwischen der Hauptarmee der Verbündeten und der Armee Murats entwickelt sich zur größten Reiterschlacht des nationalen Unabhängigkeitskrieges.

Insgesamt befinden sich 14.000 Reiter miteinander im Kampf. Gleichzeitig greift österreichische Infanterie Liebertwolkwitz an. Nach erbittertem Kampf behaupten die Franzosen den brennenden Ort. Die Standhaftigkeit der Franzosen an diesem Tag bestärkt das Haupt- quartier der Verbündeten in seiner Meinung, daß Napoleon zu einer Entscheidungsschlacht bereit ist.

15. Oktober
Dieser Tag verläuft ohne Kampfhandlungen.

16. Oktober
Die Hauptkräfte der Franzosen werden nach dem Plan Schwarzenbergs auf breiter Front rechts der Pleiße angegriffen. Teilkräfte sollen über Connewitz in den Rücken der Franzosen vorstoßen und bei Lindenau die Rückzugsstraße nach Westen sperren. Die Zer- splitterung der Hauptarmee begünstigt Napoleons Vorhaben, die gegnerische Front im Süden mit starken Kräften zu zerschlagen.

Unter dem Feuer der Franzosen geraten die Verbündeten im Raum Wachau in eine immer schwierigere Lage. Dies veranlasst Napoleon, in Leipzig die Siegesglocken läuten zu lassen. Doch die für die Franzosen entscheidende Verstärkung aus dem Norden bleibt aus. Sie wird in den blutigen Kämpfen bei Möckern von der Schlesischen Armee gebunden.

Bei Connewitz und Dölitz scheitern alle Angriffe der Verbündeten infolge der sumpfigen Pleißeniederung.

Ebenso erfolglos sind die Bemühungen bei Lindenau die Rückzugsstraße der französischen Armee zu blockieren.

Die Schlacht bei Wachau bringt damit keiner Seite einen eindeutigen Erfolg. Nur im Norden bei Möckern sind die Verbündeten unter Blücher siegreich.

17. Oktober
Im Norden finden vereinzelte Kämpfe statt. Anrückende Verstärkung stabilisiert die Lage der Verbündeten.

18. Oktober
In Fortsetzung des Kampfes wird Napoleon zur Entscheidungsschlacht gezwungen.

Deshalb zieht er in der Nacht zum 18. Oktober seine Truppen näher an Leipzig heran. Vorbeugend läßt er die einzige Rückzugsstraße über Lindenau sichern. Anhaltende Kämpfe entbrennen im Süden, Südosten und Norden Leipzigs. Heftig umkämpft sind vor allem Probstheida und Schönefeld. Napoleon befindet sich in aussichtsloser Lage. Nach Einbruch der Dunkelheit befiehlt er den Rückzug über die Saale.

19. Oktober
Napoleon setzt zur Verteidigung Leipzigs und zur Deckung des Rückzuges vorwiegend Rheinbundtruppen und Polen ein. Die letzten Gefechte werden am Fleischerplatz und an der Pleiße ausgefochten.

 
 

Völkerschlachtdenkmal

 


Massengrab,
Gutspark Wachau-Markkleeberg

 


Nachstellung der Kämpfe auf
dem »Südlichen Schlachtfeld«

 

Memorialmuseum »Südliches
Schlachtfeld Völkerschlacht 1813«


Nützlich Informationen zur Völkerschlacht können sie auch unter folgenden Links finden:
www.voelkerschlacht-bei-leipzig.de   www.napoleon.historicum.net

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