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 Kirche Liebertwolkwitz


Kirchstr. 3, 04288 Leipzig - Liebertwolkwitz
www.kirche-liebertwolkwitz.de

Tel. (034297) 4 24 86

Vor 425 Jahren wurde die Kirche in Liebertwolkwitz auf romanischer Substanz in ihrem jetzigen Grundriss wieder aufgebaut und eingeweiht.
Davor, im Jahre 1572, waren einem verheerenden Großbrand im Ort nicht nur Pfarrhaus und Schule, sondern auch die Kirche zum Opfer gefallen. Man entschloss sich, diese in den Jahren 1572 bis 1575 als rechtwinkligen Saalbau mit achteckigem Ostanschluss und breitem Westturm wieder aufzubauen. Damit ist die Kirche heute das älteste Bauwerk in Liebertwolkwitz.
Die heutige Gestalt erhielt die Kirche nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, als der Bau erneut ausbrannte.
Der anmutige Turmabschluss ist im Barockstil gebaut. Die Innengestaltung mit Kanzelaltar von 1908, die unter Verwendung der klassizistischen Ausstattung erfolgte, prägt teilweise heute noch den Kirchenraum.
Vielen Zerstörungen und Umbauten zum Trotz, blieb die äußere Gestalt mit ihrer Ost-West-Ausrichtung bis heute erhalten. Die Kirche setzt sich dabei aus drei verbunden Baugliedern zusammen. Aus östlicher Richtung gesehen kommen Chor, Kirchenschiff und Turm.
Aus dem barocken Aufsatz und der Jahreszahl von der aufgesetzten Wetterfahne lässt sich das Erbauungsjahr des Turms erschließen: 1702. Erst 1814 kam der klassizistische Kanzelaltar im Chorraum hinzu.
76 Jahre später (1890) erfolgte dann der Einbau einer neuen Orgel vom Orgelbaumeister Gottfried Hildebrand, der damals den Prospekt der Orgel im Stile der Neorenaissance verzierte.
Aus Anlass der Rekonstruktion der äußeren Hülle der Kirche einschl. Turm wurde der Turmknopf und die Wetterfahne am 25. Februar 2002 abgenommen.

Nachdem die Liebertwolkwitzer ihre Kirche 9 Monate lang nur eingerüstet kannten, zeigt sie sich nach den abgeschlossenen Sanierungsarbeiten nun wieder in ihrer ganzen Schönheit. Die Rekonstruktion ihrer äußeren Hülle lässt ihre ursprüngliche Bedeutung als Mittelpunkt des Ortes so recht augenfällig werden in einem Gespräch mit Pfarrerin Kupke übergab diese für den Wasserturmboten eine kleine Kirchenführung zu markanten Jahreszahlen seit Bestehen der Kirche.


 

 

Die Ursprünge der Kirche liegen im Dunkeln. Gewiss gab es schon im 13./14. Jh. eine Kapelle. Die erste belegte Jahreszahl ist

1572

Ein Brand zerstört u.a. die Kirche. das Pfarrhaus und die Schule (Cantorat) Seit der Reformation gab es einen Lehrer vor Ort

1575

Umfangreicher Kirchenbau: Aus dieser Zeit haben wir das Taufbecken das im Eingangsbereich steht. In lateinischer Inschrift ist zu lesen Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden

1702

Neubau eines höheren Kirchturms, damit der Glockenklang in größerer Entfernung gehört Norden kann. Der alte war sehr baufällig gewesen. Der Kurfürst "August der Starke" bewilligt als Landesfürst eine Geldsammlung ("Collekte") für den Kirchenbau 65 Eichenstämme werden aus Crostewitz geholt. Ein Zimmerer aus Großpösna wird sie im Winter 1701/1702 bearbeiten, Im Frühjahr 1702 wird - innerhalb von 10 Tagen - die Holzkonstruktion des Turmes aufgestellt, anschließend ausgemauert. Schaffung eines vergoldeten Turmknopfes (Turmkugel mit Dokumenten und die Wetterfahne) der erst 2002 vollständig erneuert worden ist, Aus dieser Zeit stammt ein Nachweis, dass der Schulmeister einen kleinen Chor leitete

1724/25 

Neubau einer Orgel von Zacharias Hildebrandt, Schüler von Gottfried Silbermann

1753

Kirchenbau: Einbau von Emporen für gewachsene Bevölkerung, Altarkanzel (Predigtplatz über Altar), Reparatur des Turmes, Neuvergoldung des Turmknopfes

1813

Völkerschlacht Leipzig: Bänke und Treppen, Geländer und Holzverkleidungen, u.a. der Orgel und des Altars, werden auf den Biwaks der Soldaten verbrannt. Am 22.11. gab es eine Begutachtung der Schaden

1816

Einweihung einer Orgel von Lochmann

1899

Vergrößerung der Orgelempore

1840

Reparatur der Orgel durch Mende (Abnahme 5.6.1840)

1853

Eröffnung des neuen Friedhofs am Dorotheenplatz (damit finden keine Bestattungen neben der Kirche mehr statt)

1861

Kirchenbau: Reparatur, Neuvergoldung des Turmknopfes, Anlage eines Blitzableiters evtl. Einbau der alten Kanonenkugeln an der West- und Ostseite des Turmes (in Höhe des Ziffernblattes)

1863

Durchbruch an der Westseite: Schaffung eines neuen Haupteinganges

1871

Neues Taufbecken (steht jetzt im Altarraum)

1887

Erster Heizungseinbau ("Circulationsluftheizung"), Kirche bekommt eine Esse

1890

Neubau der Orgel durch Gottfried Hildebrand (1994/95 restauriert)

1908

Umfangreicher Kirchenbau: Neugestaltung des Eingangsbereiches und der Treppenaufgänge, Entfernung des Mittelganges riet( der 2. Entleeren, Einbau einer Niederdruckdampfheizung

1980

Kirchenbau: Erhöhung Altarplatz, Patronatsloge (über Sakristei) wird vom Kirchenschiff getrennt, Altartisch wird vom Altar getrennt

2002

Kirchenbau, Grundlegende Sanierung und Stabilisierung des Turmes, Neubildung der Bekrönung (Turmknopf und Wetterfahne), Rekonstruktion der äußeren Hülle der Kirche, Einbau einer Stuhlbankheizung

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